Hansestadt Bremen im Juli 2022

Man nähert sich auf leisen Sohlen, auch wenn es sich um ein Stillleben handelt. Auf Samtpfoten muss man gehen und ein scharfes Auge haben.~Henri Cartier-Bresson

Bremen hatte ich schon länger auf meiner Agenda, aber bislang hatte ich es noch nicht geschafft. Am 17.07.2022 war es dann jedoch soweit! Als Hotel hatte ich mir wieder ein Motel One ausgesucht, das ich vom Hauptbahnhof aus in zwei Stationen erreichte. Als ich dort eingecheckt hatte, nahm ich meinen Fotorucksack und zog los.

Die erste Station sollte die Haltestelle Huckelriede sein, weil ich mir den Ort, an dem Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski während des Gladbecker Geiseldramas einen Linienbus kaperten, für mein Zeitgeschichts-Wiki www.wo-war-was.de anschauen wollte. Der Bus, der mich dorthin brachte, fuhr idealerweise direkt vor’m Hotel ab. Nach knapp zwanzig Minuten erreichte ich die Haltestelle und stieg aus. Nun stand ich also an dem Ort, der eine schicksalhafte Wendung für die Angehörigen der im weiteren Verlauf der Geiselnahme erschossenen Emanuele De Giorgi und Silke Bischoff hat. Jetzt sah der gesamte Haltestellenbereich ruhig aus und war auch nicht stark frequentiert – es war Sonntag. Seinerzeit gab Hans-Jürgen Rösner auf der anderen Straßenseite ungeniert Interviews, was durch die Journalisten sehr stark gefördert wurde. Er verlor kurzzeitig die Nerven und schoß auf eines der Fenster, weil er dahinter Scharfschützen der Polizei vermutete. Und irgendwann setzte sich der Bus dann in Bewegung…

Anschließend fuhr auch ich mit dem Bus weiter Richtung Osten, mußte einmal an der Habenhauser Brückenstraße umsteigen und erreichte schnellen Schrittes den Bus, der mich zur Haltestelle Stader Straße/Hamburger Straße brachte. Dort stieg ich aus, und fuhr mit einem E-Scooter Richtung Weserstadion. Dort angekommen ging ich über die Franz-Böhmert-Straße in Richtung Freibad, weil ich mir das Stadion ein wenig anschauen wollte. Als ich genug gesehen hatte, ging ich vom Stadion nach Westen, ein Stück entlang der Weser. Ich klapperte noch zwei, drei Spots ab, an denen für “Gladbeck” gedreht wurde und erreichte irgendwann das Theater am Goetheplatz. Nun war es nur noch ein kurzes Stück bis zum Schnoorviertel.

Dort schlenderte ich die engen Gassen entlang. Vielmehr versuchte ich das, denn es war so voll, daß an wirkliches Schlendern nicht zu denken war. Dementsprechend war fotografisch auch nicht wirklich viel zu machen. Also ging ich weiter zum Marktplatz, an dem sich diverse Sehenswürdigkeiten befinden. Das Bremer Rathaus steht hier, die St.-Petri-Kirche und das Haus Schütting. Ich hatte mir die Böttcherstraße als Sehenswürdigkeit notiert, die von hier ebenfalls schnell zu erreichen war. Selbstverständlich war es überall sehr voll, denn es war Sonntag und das Thermometer zeigte sommerliche Temperaturen an. Ich mußte mich also mit einigen Fotos der Bremer Stadtmusikanten und der Sehenswürdigkeiten begnügen. Ich belohnte mich anschließend mit einem Eiskaffee von Starbucks und packte meine Kamera weg.

Nach einem ausgiebigen Stadtspaziergang landete ich am Abend im Hotelzimmer und mein Bremen-Besuch war beendet.

Fazit:

Ein Tag reicht für Bremen vollkommen aus. Der ideale Reisezeitpunkt liegt nicht am Wochenende und allzu warm sollte es auch nicht sein. Dann könnten die Gassen im Schnoorviertel auch fotografisch sehr interessant sein. So jedoch eher nicht – leider.

mein Video aus Bremen


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