Crime Night Köln am 21.02.2026

Für einen Künstler ist es vor allem gefährlich, gelobt zu werden.~Edvard Munch

Am 21.02. haben wir “Crime Night Köln” in den Sartory Sälen besucht. Voller Vorfreude fuhren wir in die Stadt, weil wir generell ganz gerne True-Crime-Dokumentationen schauen oder entsprechende Podcasts hören. Als wir an den Sartory Sälen ankamen, gab es schon eine lange Warteschlange, bei der wir uns anstellten.

Und dann standen wir da und standen und standen. Die Schlange wurde immer länger und es tat sich nichts. Einlass sollte um 17 Uhr sein, aber um 17.15 Uhr waren die Türen immer noch verschlossen. Gott sei Dank hat es nicht geregnet. Aber ein erster Minuspunkt war schon gesammelt.

Als die Türen sich öffneten und wir endlich drin waren, mussten wir die Garderobe abgeben. Auch hier bildete sich wieder eine Schlange. Als wir die Garderobe endlich erreicht hatten, stellten wir fest, dass es mehrere Abgabeplätze gab. Vorher deutete keine Beschilderung darauf hin. Das Ganze hätte man schneller bewerkstelligen können. Minuspunkt Nummer zwei.

Ich legte unsere Jacken auf den Tisch und wurde mit 7,20 Euro zur Kasse gebeten. Vor einem Jahr bei Bastian Bielendorfer konnten wir unsere Garderobe umsonst abgeben. Ist das frech, dass man dafür Geld verlangt? Ich finde schon. Da war der dritte Minuspunkt also eingetütet.

Aber der nächste Minuspunkt kam sofort, denn man konnte nur bar bezahlen. Im Zeitalter des Smartphones könnte man das nicht nur komfortabler, sondern auch schneller abwickeln.

Anschließend kauften wir uns Getränke und als ich die Cola durch den Strohhalm trinken wollte, sprudelte diese nach oben über den Flaschenrand hinaus und ließ sich nicht stoppen. Meine Hände waren voller Cola und der Boden mittlerweile auch. Na ja, kann ja mal passieren. Als wir dann in der oberen Etage angekommen waren, wollte ich noch einen Schluck trinken und das ganze Spiel wiederholte sich. Als ich mich umblickte, sah ich andere Leute, denen es genauso erging. Mit klebrigen Händen ging es zum Platz – nicht ohne den nächsten Minuspunkt zu notieren (war übrigens der fünfte).

Wir hatten freie Platzwahl, wurden aber zu zwei freien Plätzen geleitet. Wie war das mit freier Platzwahl??? Minuspunkt 6!

Da musste also jetzt auf der Bühne ne ganze Menge passieren, um den Abend noch positiv in der Erinnerung zu verankern. Um es gleich vorwegzunehmen: Das hat überhaupt nicht geklappt! Es wurden insgesamt zwei Kriminalfälle vorgestellt, bei denen es um Mord ging. Der erste Fall wurde spannend anmoderiert. Die Zuschauer sollten ihre Meinung ebenfalls kundtun. Dafür musste man einen QR-Code scannen, was bei mir leider nicht geklappt hat. Dann wurden zwischendrin immer Fragen gestellt, die die Zuschauer beantworten sollten. Natürlich kamen dabei auch selten dämliche Antworten raus, die auf der Leinwand präsentiert wurden. So hat jemand tatsächlich auf die Frage, was die Polizei tun könne, geschrieben, dass die Verdächtigen getrennt befragt werden sollten. Wie dumm sind denn bitte die Menschen?!? Glaubt da jemand, die Polizei bestellt ne Pizza und stellt Chips auf den Tisch, während alle Verdächtigen zusammen sitzen und dann wird’s ein lustiger Abend? Aber die Dummheit der Menschen hat sich ja schon während Corona gezeigt! Eine andere Antwort war “Aussagen abchecken”. Mein Gott!!!

Der erste vorgestellte Fall konnte bislang allerdings noch nicht geklärt werden, was zum Ende durch die Sprecherin mitgeteilt wurde. Das sorgte für reichlich Unmut im Publikum. Wir haben uns auch nur angeschaut und waren gedanklich schon auf dem Weg nach draußen. Warum stellt man so einen Fall vor, wenn er nocht nicht aufgeklärt wurde??? Ich gehe doch zu einer solchen Veranstaltung, um am Ende überrascht zu sein, weil es eine Auflösung gibt, mit der man nicht gerechnet hat. Aber sowas…

Der zweite Fall war ganz okay, aber auch nicht mehr. Das führte insgesamt dazu, dass wir diese Veranstaltung auf gar keinen Fall ruhigen Gewissens weiterempfehlen können.

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