Köln-Marathon 2017

Gegenseitiges Lehren und Lernen unter Kollegen führt generell zu höherer Qualität in der Fotografie.~Jerry Ghionis

Am Sonntag, 01.10.2017, war es zum 21. Mal wieder so weit: Der Köln-Marathon stand auf dem Programm. Ich hatte in den vergangenen Jahren bereits einmal überlegt, mich an den Streckenrand zu stellen und zuzuschauen bzw. Fotos zu machen. Und heute wurde das endlich in die Tat umgesetzt. Letzten Endes trat ich den Nachhauseweg erst an, als die Uhr im Zielbereich 4:47 Stunden anzeigte und hatte dabei selber knapp zehn Kilometer zu Fuß zurückgelegt.

Die gemachten Fotos (insgesamt 1994 Dateien) im nachhinein zu sichten, hat mich ca. 90 Minuten Zeit gekostet. Aufgrund der Tatsache, daß man logischerweise fast ausnahmslos Serien schießt, ist der Ausschuß dementsprechend groß. Manche Serien waren gar komplett unbrauchbar. Nach dieser Sichtung blieben 486 Dateien übrig, die ich dann danach sortierte, welche lohnenswert zur Bearbeitung sein könnten. In die Endbearbeitung gelangten schließlich 53 Bilder, von denen hier noch 49 zu sehen sind. Das entspricht einer Verwertung von 2,46 %. Wenn man nun den gesamten Zeitaufwand betrachtet (Anreise, Verweildauer an der Strecke, Rückfahrt, Bildsichtung, Bildbearbeitung), so hat das Unternehmen “Köln-Marathon 2017” mich ungefähr 12 Stunden gekostet.

Das allerdings ist nur ein Klacks gegen das, was die Läufer des heutigen Tages investiert haben. Die Atmosphäre an der Strecke – zumindest für den Teilausschnitt, den ich gesehen habe – war hervorragend und trug mit Sicherheit den ein oder anderen Läufer in Richtung Ziel. Gerade am Rudolfplatz und im Zieleinlauf war die Stimmung bombastisch. Am Neumarkt und auf der Richard-Wagner-Straße standen auch genügend Menschen am Straßenrand und feuerten fast jeden Läufer ununterbrochen an. Da hat selbst das Zuschauen schon Spaß gemacht. Und was Tom Bartels und Amiaz Haptu im Zielbereich fabriziert haben, war grandios. Da wurden die Zuschauer mit eingebunden und etliche Läufer ins Ziel kommentiert – immer mit einer persönlichen Note versehen. Stark!

Ich konnte einen Platz auf einer der Tribünen ca. 20 Meter vom Zieleinlauf entfernt, ergattern und kämpfte mich dort bis nach ganz vorne durch, so daß ich freie Sicht auf die ankommenden Läufer hatte. Manche tranken schon das erste Kölsch, manche schleppten sich die letzten Meter über den roten Teppich, einige weinten hemmungslos, weil sie das Ziel erreichten. Und eins hatten wirklich alle Läufer gemeinsam: Sie waren sehr stolz auf das, was sie gerade vollbracht hatten, und das sah man ihnen auch an. Auch hier war es einfach traumhaft, die Atmosphäre aufzusaugen und sich davon ein wenig anstecken zu lassen.

Meinen allertiefsten Respekt hat jeder der Läufer, der die 42,195 Kilometer absolviert hat! Scheiß auf die Zeit! 😛

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