alte Reiseberichte: London 1997 (Festplattenfund)

Ein Foto wird meistens nur angeschaut – selten schaut man in es hinein.~Ansel Adams

(Der nachfolgende Reisebericht ist so von mir 1997 geschrieben worden. Ich habe jetzt vor der Veröffentlichung nichts mehr daran geändert.)

Die britische Hauptstadt gilt allgemein als schrill, was man bei einem Besuch der Metropole selber bestaunen sollte. Denn so falsch liegen die Leute mit ihrer Einschätzung da nicht. Zu sehen gibt es selbstverständlich einiges in London. Wenn man alle Sehenswürdigkeiten hier aufführen wollte, so würde das mit Sicherheit den Rahmen sprengen. Konzentrieren wir uns also auf das Wesentlichste:

Zum einen gibt es im Herzen Londons den Buckingham Palace zu sehen, der der königlichen Familie als Wohnsitz dient. Vom Vorplatz dieses imposanten Palastes kann man die Wachablösung der Guards, die den Palast bewachen, sehen. Hier sollte man allerdings schon relativ früh anwesend sein, um sich einen der vorderen Plätze zu sichern.

Im Norden lohnt sich ein Besuch des Wachsfigurenkabinetts von Madame Tussaud. Dort kann man auffallend viele Berühmtheiten der Weltgeschichte bewundern. Die meisten werden solch ein Wachsfigurenkabinett kennen… Der Ausflug dorthin kostet allerdings eine Menge Zeit, weil lediglich eine Buslinie dorthin fährt.

Mitten in der Stadt befindet sich der Wohnsitz des britischen Premierministers: Downing Street No. 10. Hier kann man lediglich einen Blick im Vorbeifahren auf das Haus werfen, weil die Downing Street, eine kleine Seitenstraße, von Sicherheitsbeamten abgeschirmt wird.

Die nächste Sehenswürdigkeit ist die St. Paul’s Cathedral, in der u. a. einige Königspaare vermählt wurden. Eine andere Kirche, die man sich unbedingt anschauen sollte, ist die Westminster Abbey!

Direkt neben der wohl berühmtesten Brücke Europas, der Tower Bridge, liegt der Tower of London, der vor einigen Jahrhunderten als Gefängnis genutzt wurde und heute die Kronjuwelen der Königin beherbergt.

In den absoluten Genuß kommt man, wenn man an einer Stadtrundfahrt teilnimmt. Zu diesem Zweck fahren die weltbekannten Doppeldecker-Busse durch die Stadt. Ihnen fehlt jedoch das Dach, so daß man vom oberen Deck einen herrlichen Blick auf alles werfen kann. Hierbei kann es einem auch gelingen, das ein oder andere schöne Foto zu schießen. Die Busse fahren verschiedene Haltestellen in der Stadt an. Dort hat man dann die Gelegenheit, auszusteigen und sich die in der Nähe gelegene Sehenswürdigkeit anzuschauen. Anschließend kann man auf den nächsten der Sightseeing-Busse warten und wieder zusteigen. Das gelöste Ticket hat den ganzen Tag Gültigkeit.

Sehr beeindruckend ist der Piccadilly Circus, den man aus dem Fernsehen bestens kennt. Dort sieht der Platz relativ groß aus, doch wenn man auf dem Platz steht, dann erkennt man, wie die Fernsehbilder täuschen können. Der Platz ist in Wirklichkeit alles andere als groß! Am beeindruckendsten ist der Piccadilly Circus natürlich, wenn es bereits dunkel ist, weil dann die Lichterreklame den gesamten Platz erleuchtet. In unmittelbarer Nähe zum Piccadilly Circus befindet sich das Planet Hollywood-Restaurant. Hier sollte man allerdings nur einkehren, wenn man genügend Geld in der Tasche hat, denn die Preise dort sind alles andere als kundenfreundlich.

Damit wären wir auch schon beim nächsten Thema: Die Lebenshaltungskosten in London sind derart hoch, daß ein Besuch ganz schön ins Geld geht. Ein Bier z. B. kostet umgerechnet ca. acht Mark. Wobei das verständlich ist, weil die Kneipen um 23 Uhr ihre Pforten schließen. Irgendwie muß das Geld ja verdient werden. 😉

Vor den Toren Londons liegt der Ort, der das wohl weltbekannteste Tennisturnier ausrichtet: Wimbledon, das Boris Becker ja bekanntlich mehrfach gewinnen konnte.

Was man sich – als Fußballfan zumindest – nicht entgehen lassen sollte, ist ein Besuch eines Heimspiels der zahlreich vorhandenen Londoner Premier-League-Clubs. Die Stimmung in englischen Stadien ist wirklich nicht zu vergleichen mit der in deutschen Stadien.

Ein Besuch Londons lohnt sich trotz der immens hohen Kosten dennoch. Auf der einen Seite kann man das schrille London bewundern und auf der anderen Seite das beschauliche.

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